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24. Rother Kirchweihlauf: Totalausfall oder perfektes Hitzerennen?

Vorwort

  • Sonntag, 09. August 2026
  • 10 km
  • 47 min 45 sec


"Wir sind nicht nur verantwortlich für das, was wir tun, sondern auch für das, was wir nicht tun."

Molière

47:45 Minuten – Platz 51 von 73 Männern.

Was soll ich dazu sagen? Langsam, sehr langsam – oder am Ende vielleicht doch nicht?

Zur Einordnung: In meinen schnellsten Zeiten bin ich die 10 Kilometer in niedrigen 42er-Zeiten gelaufen. Zeiten unter 45 Minuten waren früher eigentlich immer drin. Allerdings bin ich auf dieser Distanz in den letzten Jahren schrittweise langsamer geworden, bin schlicht und ergreifend fast nie mehr unterhalb der Marathondistanz im Wettkampf unterwegs gewesen. Vor zwei Jahren verlangten mir heiße Bedingungen in Roth bereits über 46 Minuten ab. Nun habe ich mich gezielt vorbereitet – und am Ende stehen über 47 Minuten auf der Uhr.

Ein Totalausfall? Nicht ganz. Fangen wir von vorne an.

Die Rundenzeiten im Detail

  • Runde 1: 09:24 min
  • Runde 2: 09:29 min
  • Runde 3: 09:37 min
  • Runde 4: 09:38 min
  • Runde 5: 09:37 min

Schaut man sich die Splits an, waren die ersten zwei Runden minimal schneller. Danach pendelte sich das Tempo absolut gleichmäßig ein. Unter Berücksichtigung der äußeren Umstände war das eine Punktlandung in Sachen Renneinteilung.

6 Fakten zur Einordnung des Rennens

  1. Die Hitze: Schon ab der ersten Runde war die Sommersonne deutlich spürbar. Ich musste mich früh entscheiden: Entweder ein heftiger Kampf mit dem Kreislauf für vielleicht eine halbe Minute weniger – oder ein kontrolliertes, gesundes Rennen.
  2. Der Trainingsfokus: Sechs Wochen Tempotraining nach einem Jahr fast reinem Ausdauertraining für ultralange Distanzen sind wissentlich schlichtweg zu wenig, um auf 10 km zu zaubern.
  3. Der Weg ist das Ziel: Laufen als ambitionierter Leistungssport ist erst seit der Vorbereitung auf mein großes Ultralauf-Projekt, dem Ultrabalaton, wieder in meinen Fokus gerückt. Das hier war der Start einer Reise, nicht das Ende.
  4. Das Feld: Der Kirchweihlauf in Roth ist traditionell stark und in der Spitze breit besetzt.
  5. Das Zieleinlauf-Gefühl: Ich kam mit einem ehrlichen Lächeln im Ziel an – was ich früher nach einem Zieleinlauf nicht immer behaupten konnte und was auch an diesem Tag nicht vielen gegeben war.
  6. Support an der Strecke: Ein eigener kleiner Fanclub aus Verlobter und Freundin an der Strecke zu wissen, hat dem Lauf eine ganz besondere Note verliehen und mich rundum zufrieden ins Ziel einlaufen lassen.

Das Rennen & die Strecke

Das Format ist knackig: 5 Runden à 2 km rund um den Festplatz. Startzeit 10:00 Uhr – es soll ja schließlich niemand frieren! 😉

  • Organisation: Die Startunterlagenabholung lief gewohnt reibungslos und schnell. Da die Startgebühr im Vorfeld überwiesen war, gab es kein langes Anstehen.
  • Verpflegung & Profil: Nach jeder Runde werden Getränke gereicht, was bei den Temperaturen Gold wert war. Die Strecke ist relativ flach, abgesehen von einem kleinen Stichweg leicht hinab zur Wassertonne und wieder hinauf.
  • Besonderheit: Die Strecke ist amtlich vermessen und bestlistenfähig. Das zieht ein gewohnt starkes Teilnehmerfeld an. Schnörkellos, gut organisiert – Laufen pur ohne großes Tamtam außenherum.
  • Aufenthaltsqualität: Ab 11:00 Uhr öffnet die Kirchweih direkt nebenan. Das bietet im Nachgang die perfekte Gelegenheit, den Lauf bei Kaltgetränken gemütlich ausklingen zu lassen.

Quo Vadis?

Ich bin auf der für mich kurzen Strecke zwar wieder etwas spritziger geworden, laufe aber gleichzeitig meiner Grundschnelligkeit von vor einigen Jahren hinterher. Trotzdem bleibe ich optimistisch und möchte wieder ins ernsthafte Training einsteigen. Sollte ich mir vielleicht doch endlich einen Trainer suchen?

Das Fazit fällt positiv aus: Ich komme gerne nächstes Jahr wieder nach Roth!

Euer Thorsten

STRAVA

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