Einleitung: Die Vorfreude steigt
- Dienstag, 21. Juli 2026
- 6,1 km
- 30 min 18 sec
„Es gibt Wichtigeres im Leben, als beständig dessen Geschwindigkeit zu erhöhen.“
Mahatma Gandhi
Es gibt Läufe, bei denen die Stoppuhr die Hauptrolle spielt – und es gibt Tage, an denen der gemeinsame Spaß und das Event im Vordergrund stehen. Der B2RUN ist für mich genau so ein Fixpunkt im Kalender – auch wenn Anfangs nicht ganz freiwillig😉 Wenn ich ehrlich bin, liegt mein erster Start für FinishLine schon gefühlt eine Ewigkeit zurück. Umso schöner ist es, wie sich diese B2RUN-Tradition für mich weiterentwickelt hat: Zum mittlerweile dritten Mal stand ich dieses Jahr gemeinsam mit meiner Kollegin Steffi an der Startlinie! 2024 und 2025 sind mir in guter Erinnerung geblieben. Wer schon einmal bei einem Firmenevent mitgelaufen ist, weiß, wie gut diese besondere Mischung aus Vorfreude, Kollegengeist und der allgemeinen Event-Stimmung tut, wenn man die Arbeitskollegen schätzt und gerne mit ihnen zusammen ein Ziel verfolgt, noch bevor überhaupt der Startschuss fällt.
Rahmenbedingungen: Volles Haus & Traumwetter
Der B2Run Nürnberg hat einfach seine ganz eigene Dynamik – und die muss man ehrlich gesagt auch mögen. Wenn sich rund 18.000 Läuferinnen und Läufer aus Hunderten fränkischen Unternehmen im Volkspark Dutzendteich drängeln, ist das definitiv nichts für Feingeister oder Verfechter freier Wildbahn. Wer das dichte Gewusel im Startbereich, das ständige Slalomlaufen auf den rund 6 Kilometern und den enormen Lärmpegel nicht schätzt, wird hier schnell an seine Grenzen stoßen. Es ist laut, voll und trubelig – eben ein gigantisches Event und nicht jedermanns Sache.
Immerhin meinte es der Wettergott dieses Jahr richtig gut mit uns: Statt der drückenden Sommerhitze, die einen in den Vorjahren auf der Strecke fast erschlagen hat, erwartete uns bestes, angenehmes Laufwetter. Die Organisation hatte die riesigen Massen gewohnt gut im Griff, auch wenn das Gedrängel am Start und auf den Wegen rund um den See unvermeidbar bleibt. Dafür belohnt einen der grandiose Zieleinlauf im Max-Morlock-Stadion am Ende zumindest entschädigend für all das Schulter-an-Schulter-Laufen.
Auf der Strecke: Teamgeist statt Zeitdruck
Sportlich gesehen hatten Steffi und ich uns eigentlich vorgenommen, unter der Marke von 27 Minuten zu bleiben. Am Ende zeigte die Uhr allerdings 30:18 – also spürbar langsamer als geplant. Manchmal läuft es eben einfach nicht wie im Lehrbuch: Steffi fand von Beginn an nicht so richtig in ihren Rhythmus, und bei mir kündigte sich schon vor dem Start eine leichte Migräne an. Ganz ehrlich? Da war ich gar nicht böse drum, dass wir die Sache etwas ruhiger angehen ließen.
Am Ende zählte sowieso etwas ganz anderes als die Minuten auf der Uhr. Die Freude am gemeinsamen Laufen und das tolle Gefühl, es an diesem Tag genau so zusammen durchs Ziel geschafft zu haben, hat den verpassten Wunschzeit-Plan definitiv wettgemacht.
Das Drumherum: Wertvoller Austausch abseits des Schreibtischs
Was den B2Run jedes Jahr aufs Neue ausmacht, findet ohnehin oft abseits der Laufstrecke statt. Schon im Vorfeld gab es reichlich Gelegenheit für gute Gespräche beim gemeinsamen Einstimmen mit Steffi.
Besonders gefreut hat mich außerdem, dass wir unseren Teilprojektleiter im Getümmel getroffen haben. Sowohl kurz vor dem Startschuss als auch hinterher im Zielbereich war Zeit für einen entspannten Plausch. Genau dieser ungezwungene Austausch gibt einem die Möglichkeit, die Menschen hinter den beruflichen Rollen und Projekten einmal ganz persönlich und auf rein menschlicher Ebene kennenzulernen.

Kerngedanke: Laufend-Glücklich – auch ohne Bestzeit
Am Ende bleibt die Erkenntnis: Ein erfolgreicher Lauf definiert sich keineswegs nur über die Minutenzahl auf der Uhr. Auch wenn das sportliche Ziel dieses Mal verfehlt wurde, war der B2Run 2026 ein rundum gelungener Tag. Die gemeinsame Zeit mit Steffi, die guten Gespräche und das tolle Gefühl, im Ziel im Max-Morlock-Stadion zu stehen, wiegen viel schwerer als jede verpasste Wunschzeit. Genau das bedeutet für mich „laufend glücklich“ – die Momente und das Miteinander zu genießen, egal wie schnell die Beine an diesem Tag waren.
Wie geht es euch bei solchen Firmenläufen oder Wettkämpfen? Ärgert ihr euch über verpasste Zeiten oder steht das Event für euch genauso im Vordergrund? Schreibt es mir gerne in die Kommentare!
Euer Thorsten


