Vorwort
- Samstag, 12. November 2022
- 43,7 km + 1030 HM
- 7h 36min
„Die Welt ist ein Buch. Wer nie reist, sieht nur eine Seite davon.“
Augustinus Aurelius
Über Stock, Stein und 42 Kilometer Willenskraft nach Hochstahl
Wer behauptet eigentlich, dass man für ein forderndes Gebirgsabenteuer zwingend in die Alpen reisen muss? Die Fränkische Schweiz hat da ein Wörtchen mitzureden. Genauer gesagt: 43,7 Kilometer und knackige 1030 Höhenmeter auf der zweiten Etappe des Fränkischen Gebirgswegs. Unser Tagesziel hieß Hochstahl – ein Ort, der für gewisse Läufer im Grunde das gelobte Land darstellt, weil dort die höchste Brauereidichte weltweit nicht mehr weit ist. Aber vor dem Hopfen-Elektrolytgetränk stand erst einmal die sportliche Arbeit.










Unser Startschuss fiel im beschaulichen Pegnitz. Von dort aus ging es direkt hinein in ein Postkarten-Idyll aus dichten Wäldern, schroffen Kalksteinfelsen und Wegen, die das Prädikat „wurzlig“ mehr als verdient haben. Für eine Trailrunning-Truppe wie uns ist das natürlich kein Hindernis, sondern ein riesiger Spielplatz. Während normale Wanderer hier andächtig die Natur genießen, schalteten wir in den Slalom-Modus.










Die Fränkische Schweiz zeigte sich von ihrer besten Seite: steile Anstiege, die den Waden umgehend mitteilen, warum das Ding „Gebirgsweg“ heißt, gefolgt von rasanten Downhills, bei denen man besser nicht über die nächste Brotzeit nachdenken sollte, wenn man die Balance behalten will. Unterwegs passierten wir beeindruckende Felsformationen und Täler, die so spektakulär aussehen, als hätte ein Hollywood-Regisseur sie für einen Fantasy-Film designt.











Nach gut sieben Stunden feinstem Trail-Spektakel, brennenden Muskeln und einer Menge Läufer-Latein kam Hochstahl endlich in Sicht. Das Fazit dieser Etappe? Der Fränkische Gebirgsweg verlangt einem manches ab, schenkt einem dafür aber auch Trails, von denen man noch wochenlang träumt. Wer braucht schon die Zugspitze, wenn er die Fränkische Schweiz im Laufschritt erobern kann? 😉
Euer Thorsten











[…] von insgesamt vier Ultras an vier aufeinanderfolgenden Samstagen an. Vor allem die Läufe drei und vier liegen mir besonders am Herzen, und die wollte ich auf keinen Fall […]
[…] irgendwann immer – egal wie gut die Form ist. Auf der Rückfahrt wurden bereits die Pläne für die zweite Etappe geschmiedet, bevor sich alle müde, aber glücklich […]