„Diesen Weg auf den Höh’n bin ich oft gegangen, Vöglein sangen Lieder. Bin ich weit in der Welt habe ich Verlangen, Thüringer Wald nur nach dir.“
— Karl Müller & Herbert Roth („Rennsteiglied“)
Das Rennen
Der Rennsteiglauf – ein Klassiker, der dieses Jahr seine 52. Austragung erlebte und von einer besonderen Atmosphäre und seinen treuen Wiederholungstätern leben soll. So sagt man zumindest.
Bisher hat es mich nie nach Thüringen zu diesem Wettkampf gezogen. Zu wenig hatte mich die Strecke in meinen Vorstellungen gereizt, zu wenig konnte ich den Schilderungen von dieser besonderen Atmosphäre etwas abgewinnen. Nun muss ich mein Urteil teilweise revidieren und dem Veranstaltern und den unglaublich vielen Helfern meinen Dank aussprechen. Auch bin ich froh, das mein Freund und Vereinskollege Hansi mich für einen Start motiviert hat – TSV Katzwang 05 Ultrasport, dem Verein meiner Wahl😁

Eisenach, der Startort des Supermarathons, der längsten Distanz, ist ein schmucker, sehr schöner Ort. Einquartiert in einem Standardhotel nicht weit vom Marktplatz, dem Startort, entfernt, haben wir die perfekte Location für ein entspanntes Wochenende, mit vielen Gesprächen, viel Lachen und kurzen Wegen. Die gesamte Veranstaltung ist so perfekt organsiert, dass alles wunderbar funktioniert: Startunterlagen, VP’s, Zielbereich, Bustransfer zurück zum Startort – perfekt. Ab Kilometer 50 gibt es Schwarzbier (und einmal sogar Schnapps) an den Verpflegungspunkten – da sagten wir nicht nein.
Der GutsMuths-Rennsteiglauf ist Europas größter Crosslauf und nimmt im deutschsprachigen Raum einen einzigartigen Kultstatus ein. Erstmals 1973 von Studierenden der Universität Jena initiiert, entwickelte sich das Event trotz historischer Hürden zu einer Bewegung mit über 15.000 Teilnehmenden jährlich. Herzstück und Königsdistanz ist der Supermarathon (ca. 74 km von Eisenach nach Schmiedefeld). Die Magie des Rennsteiglaufs speist sich weniger aus alpinen Singletrails, sondern aus der unnachahmlichen Verpflegungskultur (u. a. der berühmte Haferschleim & Schwarzbier ab KM 50), dem bodenständigen Ehrenamtsengagement regionaler Vereine und dem emotionalen Zieleinlauf im Thüringer Walddorf Schmiedefeld („Das schönste Ziel der Welt“).








Die Strecke ist jedoch, wie erwartet, eine Aneinanderreihung von breiten Forstwegen. Schnell zu laufen. Platz für die Teilnehmer. Leichtes Vorwärtskommen. Die Verpflegungspunkte sind gut ausgestattet und alles perfekt organisiert. Örtliche Vereine unterstützen den Lauf anscheinend Jahr für Jahr und sorgen für einen reibungslosen Ablauf – das läuft für die Teilnehmer einfach perfekt. Zu dritt, Verena, Hansi und ich, legten wir die gesamte Strecke gemeinsam zurück, quatschten, lachten und genossen die Zeit. Der Wettkampfgedanke? Stand im Hintergrund.





Ein gelungener Ausflug, ein gelungenes Rennen (es ging mir auch erstaunlich leicht von der Hand), wunderbare Menschen – es hat sich definitiv gelohnt, auch wenn ich die Strecke wahrscheinlich kein zweites Mal laufen werde (wobei man nie, nie sagen sollte).
Euer Thorsten
📌 TSV Katzwang 05 ULTRASPORT: Dieser Beitrag ist Teil der vielfältigen Aktivitäten rund um die Ultrasportabteilung. Eine Gesamtübersicht aller unserer Ausflüge und Touren findest du hier: ☛ TSV Katzwang 05 ULTRASPORT
📌 Morgenspaziergang: Dieser Beitrag ist Teil der vielfältigen Aktivitäten rund um den Morgenspaziergang. Eine Gesamtübersicht aller unserer Ausflüge und Touren findest du hier: ☛ Morgenspaziergang









[…] anspruchsvolle Ultraläufe vorbereitet, sondern beispielsweise auf Wettkämpfe wie den legendären Rennsteiglauf oder den 100 Miles of Istria, findet hier das perfekte […]