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Fränkischer Gebirgsweg – Etappe 6: Neusorg – Arzberg – Lachen, Schwitzen und Laufen zwischen Steinwald und Stiftland

Vorwort

  • Samstag, 22. März 2025
  • 58,1 km + 1150 HM
  • 8 h 23 min (Bewegungszeit)

Etappe 6: Neusorg – Arzberg

Der Wecker klingelt – 05:30. Es ist früh, vielleicht auch zu früh, wenn ich an Freitag Abend denke. Trotzdem raus aus den Federn, Kaffeemaschine starten und entspannt frühstücken. Ohne Energie wird der Tag heute nicht klappen. Zeit mit den Jungs in der Natur ist für mich immer ein kleines, ja, vielleicht auch ein großes Geschenk. Die Vorfreude ist riesig.
6:59 geht’s los. Mit dem Zug von Schwabach nach Nürnberg und von dort mit einem weiteren Umstieg kurz vor dem Fichtelgebirge nach Neusorg – 2 Stunden Fahrtzeit. Uns ist klar, dass wir die letzten zwei Etappen in diesem Jahr an einem Wochenende mit Übernachtung erledigen werden, um die Reisezeit zu reduzieren.

Vom Bahnhof geht es ein Stück zurück zur Strecke und dann sehr schnell in den Anstieg zum einzigen ernsthaften Gipfel des heutigen Tages, den Hansi und ich schlagartig laufend und nicht gehen erreichen wollen, während Flo im schnellen Marschschritt das Ganze vernünftiger angeht: Der Platte auf 946 Meter. Über leichte Trails und Forstwege geht es hinein in den Naturpark Steinwald und hinauf zum Gipfel mit seinem erstaunlich hohen Aussichtsturm, auf den Hansi und ich hochsteigen – verdammt windig und kalt hier oben. Immer wieder finden wir schöne kleine Plätze, Felsformationen und liebliche Landschaften. Weniger die spektakulären Highlights dominieren den Tag, sondern vielmehr die Schönheit im Kleinen.

Hinweisschild zum Naturpark Steinwald

Im Abstieg zieht sich der Weg vorbei an den letzten Schneeresten, kleinen Eisplatten und in Richtung oberpfälzisches Stiftland, auf dem wir an der zugänglich gemachten Ruine Weißenstein vorbei kommen und mit einem Abstecher auf den Bergfried beehren. Deutsch-tschechische Tafeln (die Grenze ist gefühlt nur einen Steinwurf entfernt) erläutern die ehemaligen Räumlichkeiten und die ganze Anlage ist mit vielen Stufen, Brücken etc. gut zugänglich gemacht. Während die Temperaturen langsam höhere Gefilde erklimmen, steigen wir kurz danach noch auf den Hackelstein, bevor wir kurz nach der Hälfte der Strecke in Fuchsmühle zur Mittagspause einkehren. Käsespätzle und Bier vom Fass sind Gold wert und helfen die etwas niedrigen Energiespeicher zu füllen.

Rundweg Geisterwald
Rundweg Geisterwald…
Mit guten Freunden…
Vorzüglich Markierung
Rundweg Geisterwald
…liebevoll dekoriert
… geht es viel leichter
Sehr gute Fernsicht auf der Platte
Frankenbären auf einer großen Reise
Der höchste Punkt der heuten Reise – mehr eine Hochfläche, als ein markanter Gipfel
Aussichtsturm Platte
Ruine Weißenstein
Die beeindruckende Ruine Weißenstein
Auf dem Bergfried der Ruine Weißenstein
Auf dem Bergfried der Ruine Weißenstein
Das Stiftland lässt grüßen
Bergfried Ruine Weißenstein
Bergfried Ruine Weißenstein
Auf dem Bergfried der Ruine Weißenstein
Blick vom Bergfried – ja, es sind viele Stufen
Hackelstein
Der Hackelstein
Der Hackelstein
Hackelstein
Der Hackelstein

Man erkennt nun anhand des zurückgehenden Baumbestands, der vielen kleinen Hügeln, der grünen Wiesen, dass wir den Naturpark Steinwald hinter uns lassen und in das Stiftland laufen. Nächster Halt Waldsassen und seine Basilika (mit der größten Sammlung barocker Reliquien nördlich der Alpen). Ein Besuch in dieser ist Ehrensache und die Zeit für das Entzünden von Kerzen für uns nahe stehenden Menschen wird sich genommen.

Supermärkte am Samstag – die Öffnungszeiten sind eine Herausforderung
Da steppt der Bär
Noch einmal Kind sein
This boots are made for walking
Die Mittagspause ruft…
…und die Hydration wir gewährleistet
Die Basilika ist für ihre zahlreichen Reliquien bekannt
Finanzämter sind sein Steckenpferd😂
Die beeindruckende Basilika
Papst Franziskus – kurz vor seiner letzten Reise
Die Größe der Anlage in dieser Region ist erstaunlich

Die Sonne neigt sich langsam dem Horizont entgegen, während wir uns der beeindruckenden Wallfahrtskapelle in Kappl nähern. Ein kurzer Abstecher in der benachbarten Gaststätte muss sein – und siehe da, sie haben noch Bier von Lang-Bräu da! Die Brauerei stellt ihren Betrieb in wenigen Wochen leider ein. Wir trinken ein, dann ein zweites Bier und alle sind happy und glücklich. Ich zücke das Kaninchen aus dem Hut. Wir könnten heute ca. 5km abkürzen und beim nächsten Mal dranhängen und schneller und einfacher zum Bahnhof laufen: Ein Grinsen breitet sich aus – kein Druck und Stress. Als der mit dem größten Rucksack kriege ich noch Flaschenbier für die Heimfahrt in den Rucksack gestopft und los geht’s hinaus in die Dunkelheit. In Arzberg nehmen wir den RE mit direkter Fahrt nach Nürnberg. Nach einer guten Stunde trennen sich unsere Wege am Hauptbahnhof (sie wollten noch weiter, ich nach Hause) und zufrieden, müde und glückliche komme ich wieder in Schwabach an.

Euer Thorsten

Wallfahrtskapelle Kappl
Wallfahrtskapelle Kappl
Im Restlicht auf den letzten Kilometern
Sehr zu empfehlen
Die Zugfahrt war lang…

STRAVA

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