Vorwort
- Samstag, 19. April 2025
- 6,9 km + 150 HM
- 2 h 30 min
- Rundweg
»In den kleinsten Dingen zeigt die Natur die allergrößten Wunder.«
Carl von Linné
Die Wanderung
Ich sitze mittags, noch vor der Wanderung im Biergarten in Weißenohe, dem kleinem Ort mit der gleichnamigen Brauerei südlich von Gräfenberg, und gehe aktiv das Flüssigkeitsdefizit an. Wie kommt’s? Ich sammle die Wanderwege des FAV – ein sehr langes Projekt – und bin am Morgen schon von Ziegelstein nach Buchenbühl und von dort auf dem Gräfenbergbahn-Weg nach Eschenau gelaufen, bevor ich dort in den Zug stieg. Nun genieße ich die Sonnenstrahlen, das frühlingshafte Wetter und die gute Stimmung im Innenhof des ehemaligen Klosters. Bald wir meine Liebste ankommen und wir werden zu einem langen Spaziergang, einer kurzen Wanderung aufbrechen, bevor wir wieder hier ankommen, uns den Magen mit einer Brotzeit vollschlagen, den köstlichen Gerstensaft testen und entspannt mit der Gräfenbergbahn, eine meiner liebsten Bahnverbindungen, wieder nach Hause chauffiert werden.




Die Lillachquelle und die vorgelagerten Sinterstufen, welche auf Kalkausfällungen zurückzuführen (Tropfsteinhöhlen beruhen auf einem ähnlichen chemischen Prozess) sind unser Ziel. Der beschauliche Ort liegt sehr schnell hinter uns und wir steigen dem Bach entlang auf breiten, meist geschotterten Wegen auf. Flankiert wird das Tal von Wäldern und Felsformationen – eigentlich ein sehr lieblicher Weg, wenn wir nicht zwei von vielen anderen wären, die ebenfalls diese Ideen hatten. Es ist einfach ein beliebtes Ausflugsziel. Einige wenige Holzstufen müssen passiert werden, aber nichts dramatisches oder schwieriges. Die Sinterstufen sind hübsch, faszinierend und auch beeindruckend – ein Edelstein im Schmuckästchen Fränkische Schweiz. Achtung! Einige wenige Male im Jahr fällt die Quelle trocken und damit versiegt der Bach temporär.





Die Quelle ist zu Ostern ein wenig dekoriert und lädt mit Bänken, Infotafeln und Baumstämmen zum Verweilen ein. Ganz klar und sauber entspringt das Wasser hier. Wir atmen durch, genießen die Zeit zu zweit, bevor wir den Rückweg auf kleineren Pfaden oberhalb der Lillach antreten. Es wird ruhiger und naturbelassener – bis wir wieder im Ort und am Kloster ankommen. Ein Sitzplatz ist gleich gefunden, das Bier schnell gezapft und das leckere Essen bald vor uns. Spektakulär? Vielleicht Nein. Lohnenswert? Auf jeden Fall.
Euer Thorsten


