Vorwort
„Wege entstehen dadurch, dass man sie geht.“
— Erich Kästner
Das fränkische Wegenetz: Ein oft übersehenes Privileg
Eine der schönsten Besonderheiten unserer heimischen DACH-Region? Das unvergleichlich dichte, vorbildlich ausgebaute Wanderwegenetz! Es durchdringt die gesamte Landschaft, verbindet verträumte Dörfer, historische Festungen und Naturdenkmäler miteinander und lässt uns die Welt Schritt für Schritt erreichbar erscheinen. Selbst in vielen anderen europäischen Reiseländern ist ein solch engmaschiges und lückenlos betreutes Netz selten anzutreffen – und wenn, dann meist nur auf wenige, extrem touristische Kernzonen beschränkt.
Wir nehmen dieses außergewöhnliche Angebot im Alltag viel zu oft als selbstverständlich hin. Wir sind es gewohnt, dass an fast jeder Wegkreuzung, an Buchenstämmen oder hölzernen Wegweisern kleine Täfelchen und Farbmarkierungen prangen. Doch viel zu schnell vergessen wir, welche Herkulesaufgabe dahintersteckt: Diese tausenden Kilometer an Pfaden wurden in unzähligen Arbeitsstunden rein ehrenamtlicher Tätigkeit erkundet, ausgeschildert und müssen Jahr für Jahr freigeschnitten und erneuert werden. Es ist eine stille, unaufgeregte Arbeit, die von den Wegewarten regionaler Vereine bei Wind und Wetter verrichtet wird.
Der Blick nach vorne: Warum Sichtzeichen Unbezahlbar bleiben
Seitdem GPS-Geräte und Sportuhren eine immer größere Verbreitung gefunden haben, benötigt man theoretisch keine physischen Markierungen mehr, um den Kurs zu halten. Doch wie entsteht eigentlich die GPX-Datei, die wir uns so unbedarft auf die Uhr laden? Welches Fundament nutzen die Algorithmen zur Routenberechnung? Es sind nahezu immer genau jene traditionsreichen Wanderwege, die von Vereinen ins Leben gerufen wurden.
Dabei stellt sich auch eine ganz grundlegende Frage der Philosophie des Draußenseins: Was bietet mehr Entspannung, was schenkt uns tiefere Lauffreude und echten Genuss? Der stetige, nervöse Blick nach unten auf das kleine Display des technischen Geräts – oder der aufrechte, freie Blick nach vorne in die sanften Hügelketten, die Buchenwälder und Felslandschaften unserer Heimat?
Genau aus diesem Grund möchte ich an dieser Stelle allen engagierten Wegewarten, die mit Rucksack, Pinsel, Drahtbürste und Markierungstäfelchen dafür sorgen, dass unsere fränkische Heimat so einladend, sicher und erlebbar bleibt, ein tief empfundenes Dankeschön aussprechen! Ohne euren unermüdlichen Einsatz wäre mir manch schöner Pfad, manch verwunschenes Bachtal und manch aussichtsreiches Felseneck verborgen geblieben.
Der Plan: Ein Mammutprojekt vor der Haustür
Der Entschluss steht fest: Ich möchte alle offiziellen Wanderwege, die vom Fränkischen Albverein betreut und gepflegt werden, schrittweise ablaufen, erkunden und hier im Blog dokumentieren!
Ob auf langen Kanten als Ultralauf, im zügigen Fastpacking-Stil mit leichtem Rucksack oder als Genusswanderung mit Weggefährten – das Ziel ist es, diese beeindruckende infrastrukturelle Mammutaufgabe greifbar zu machen und die Vielfalt der fränkischen Landschaften vom Rangau über das Altmühltal bis zum Oberpfälzer Jura systematisch zu erleben.
Wenn ich unterwegs auf Pfaden wie dem Parzifal-Weg oder dem Hans-Krauß-Weg schmale Singletrails quer durch Buchenwälder oder entlang von Jurakalk-Felsen folge, wird aus jedem Streckenkilometer eine Hommage an die Menschen, die diese Wege einst geschaffen haben:
Mission: FAV-Wanderwege erleben
📌 Projekt-Kontext: Dieser Beitrag ist die Auftaktseite zum Projekt „FAV-Wanderwege erleben“. Alle Wanderwege sind in der folgenden Tabelle aufgeführt und alle dazugehörigen Beiträge anschließend aufgelistet
Verzeichnis aller Markierungen des FAV
Tradition trifft Leidenschaft
Der FAV (Bund) ist ein eingetragener, als gemeinnützig anerkannter Verein, der 1914 in Nürnberg gegründet wurde. Der Bund ist der „Hauptverein“, unter dessen Dach zur Zeit 12 Gruppen, Einzelmitglieder, Gastwirte und korporative Mitglieder zusammengeschlossen sind (insgesamt ca. 2.000 Personen).
Der FAV (Bund) ist Mitglied im Verband Deutscher Gebirgs- und Wandervereine e.V., dessen Ziel die Erschließung und Betreuung der deutschen Mittelgebirge ist. Er gehört damit auch dem Landesverband Bayern der Deutschen Gebirgs- und Wandervereine e.V. an.
Das Arbeitsgebiet des FAV umfasst die Fränkische Alb und ihr Vorland, also das Gebiet zwischen den Flüssen Donau, Altmühl, Naab, Pegnitz, Aisch, Rednitz, Rezat und Wörnitz. Zu diesem Gebiet gehören neben der Fränkischen Alb die Landschaften: Hersbrucker Alb, Rangau, Aischgrund, Altmühltal, Frankenhöhe und Oberpfälzer Jura. Somit umfasst der FAV – auf Bayern beschränkt – ganz Mittelfranken sowie Teile Nordschwabens, Oberbayerns und der Oberpfalz.
Welche Ziele verfolgt der Fränkische Albverein?
In seinem Gebiet unterhält der FAV ein Wanderwegenetz von über 9.500 km in ehrenamtlicher Arbeit zum Wohl der Allgemeinheit. Diese Wanderwege schützen die gefährdete Natur mit ihrer vielfältigen Pflanzen- und Tierwelt; denn sie bieten dem Wanderer zwar Erholung, schonen aber auch durch ihre Leitfunktion die übrige Landschaft und dienen damit dem Naturschutz.
Neben dem Wandern und dem Naturschutz fördert der FAV als seine dritte satzungsgemäße Aufgabe die Heimat- und Denkmalpflege. Dies geschieht durch Vermittlung von Kenntnissen über die Fränkische Alb auf gemeinsamen Wanderungen und Fahrten unter kundiger Führung, auf vom FAV geleiteten Lehrgängen, durch die Fränkische-Alb-Bibliothek und die vierteljährlich erscheinende Zeitschrift „Die Fränkische Alb“ (seit 1914).
Euer Thorsten
Erlebte Wanderwege – Berichte
Der letzte Punkt listet nicht alle zurückgelegten Wanderwege auf, diese sind im eingebunden Wegeverzeichnis kenntlich gemacht, sondern nur jene, über die ich einen kleineren oder auch größeren Beitrag verfasst habe:
Parzifal-Weg (FAV 027) als Läufer: 62 km von Wolframs-Eschenbach bis Steinbrüchlein – 14. & 15. August 2026
Parzifal-Weg komplett: Der ideale Guide für zwei Genuss-Etappen oder als Longrun. Inklusive ÖPNV-Tipps, Vorbereitungs-Checkliste und Ausrüstungstabelle – Laufen – 2 Etappen – Link



[…] mir zu meinem Geburtstag genau dies zu wünschen:Ein weiterer Wanderweg von meiner Liste – Mission: FAV-Wanderwege erleben. Eventuell Unterstützung bei der Durchführung (ich erwartete die Notwendigkeit zumindest nicht). […]
[…] und Flo werden mich heute einen Teil des Weges begleiten. Ein weiterer Wanderweg steht auf meiner Wunschliste und soll gelaufen werden: Der Deutschherrenweg des Fränkischen Albvereins. Offen bleibt nur, warum […]
[…] der Region – den sportlichen Birglandtrail und den ausdauernden Birglandweg (FAV-Nr. 075 – und das Erlebnis der Wanderwege) – zu einer XXL-Runde von Hartmannshof nach Altdorf miteinander verknüpft. Das Ergebnis? Rund 40 […]
[…] südlich von Gräfenberg, und gehe aktiv das Flüssigkeitsdefizit an. Wie kommt’s? Ich sammle die Wanderwege des FAV – ein sehr langes Projekt – und bin am Morgen schon von Ziegelstein nach Buchenbühl und von […]
[…] Sammlung an Wanderwegen wird stetig erweitert – Mission: FAV-Wanderwege erlebenEigentlich stand heute, in der direkten Vorbereitung auf den JUNUT, ein sehr langer Lauf auf dem […]
[…] nicht – und das mindestens zwei Tage lang)Was war der Plan? Die Sammlung an Wanderwegen des Fränkischen Albvereins sollte erweitert werden – aber nicht alleine (wofür hat man Leidensgenossen).Es ging mit […]
[…] Die einen sammeln Briefmarken, die anderen Panini-Sticker – und wir? Ich sammel Kilometer auf den Wanderwegen des Fränkischen Albvereins. Unser, Andy und meins, neuestes Projektobjekt im Katalog der Weitwanderwege hört auf den […]