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Pretzfelder Runde – Felsenkeller, alter jüdischer Friedhof und der Neue Friedwald

  • 7,2 km
  • 160 HM
  • Rundweg
  • 3. Juni 2018
  • Wiederholen? JA

Tourencharakter:
Einfache Wanderung, mit nur nur einem nennenswerten Anstieg zu Beginn. Größtenteils gut ausgebaute Wege durch den Wald bzw. am Waldrand. Die Einkehrmöglichkeit und die „Sehenswürdigkeiten“ lassen sie kurzweilig erscheinen, obwohl die Wege selbst wenig aufregendes bieten.

Wanderung:
Sonnenschein satt! Das verspricht der Wetterbericht und das hält das Wetter auch – leider fast zu sehr. Auf den unbeschatteten Wegen des Rückwegs wird es uns allen, Mareike, meinen Eltern und mir, schon ordentlich warm!
Der Hinweg dagegen führt vom Parkplatz unterhalb des Biergartens von Pretzfeld sofort aufwärts an den alten Bierkellern und der „Versorgungsstation“ vorbei und flacht er kurz vor dem alten Jüdischen Friedhof ab.

Zahlreiche Felsenkeller beim Anstieg zum sogenannten Judenberg

Dieser liegt etwas versteckt und durch ein abgeschlossenes Tor vor Vandalismus geschützt auf dem sogennanten Judenberg. Vermutlich wurde der Friedhof im 16. oder 17. Jhd. angelegt und bis Ende des 19. Jhd. genutzt – anschließend gab es keine Juden in Pretzfeld mehr. Dieses Schicksal mussten viele jüdische Gemeinden in der Fränkischen erleiden – und das schon weit vor den dunkelsten Jahren im 20. Jahrhundert…

Eines der letzten Relikte jüdischen Lebens in der Fränkischen Schweiz – stimmt einen nachdenklich…

Weiter geht es auf gut ausgebauten Forstwegen Richtung Norden. Nur wenige Abschnitte erfordern einen Blick auf den Boden oder auf die Wandermarkierungen. Den Abstecher zum Schlüsselstein, mit Blick auf Ebermannstadt, lassen wir uns nicht nehmen und folgen dem kleinen Pfad zum Gipfelkreuz. Da wir dorten alleine sind, setzen wir entspannt auf die Felsen und genießen den Ausblick in das Tal – Genuß pur!

Friedlich und ruhig liegt der Schlüsselstein inmitten einer touristischen Hochburg
Ein Gipfelkreuz der ganz einfachen Art 😀

Für den Rückweg steigen wir ein wenig ab, passieren den relativ neu angelegt Friedwald – was für ein Kontrast zum alten Jüdischen Friedhof, der versteckt liegt und nicht mit allenmöglichen Schildern ausgewiesen wird – und doch wiederum eine wichtige Gemeinsamkeit: egal ob Christ oder Jude, beide religiöse Gemeinschaften wünschen sich für ihre Verstorbene eine angemessene Ruhestätte!
Der restliche Rückweg läuft gemütlich auf sehr breiten Schotterwegen Richtung Biergarten zurück, den wir nun nicht mehr links liegenlassen, sondern auf ein kühles Helles beehren.

Euer Thorsten

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