„Nichts ist so beständig wie der Wandel. Alle Dinge sind im ewigen Fluss, im Werden, ihr Beharren ist nur Schein.“
Heraklit
Seit geraumer Zeit lässt mich ein bestimmtes Gefühl nicht mehr los: Unser geliebter Sport, das Trailrunning, verändert sich rasant. Es geht mir dabei gar nicht um ein einfaches „besser“ oder „schlechter“, sondern um eine Dynamik, die spürbar an Fahrt aufnimmt. Verstärkt wurde dieses Grübeln bei mir gerade wieder durch den Salty Podcast und das extrem spannende Interview mit der Profiläuferin Ida-Sophie Hegemann.
Ein „Dinosaurier“ lernt nie aus 🦖
Wenn ich auf meine eigene Laufzeit blicke, fühle ich mich in der heutigen, hyperdynamischen Trail-Welt manchmal fast wie ein Relikt aus einer anderen Zeit:
- Laufsport: Aktiv seit dem letzten Jahrhundert (klingt alt, ist aber so! 😂)
- Marathon & Ultras: Seit rund 25 Jahren auf den langen Distanzen zu Hause.
- Trailrunning: Seit 2015 tief in der Szene verwurzelt.
Man bringt also einiges an Kilometern und Jahren auf den Beinen mit – und trotzdem darf und muss ich in dieser neuen Laufwelt jeden Tag dazulernen.
Die „Triathlonisierung“ der Pfade 📈
Die aktuelle Entwicklung hat bekanntlich immer zwei Seiten. Was ich auf den Trails und bei Events da draußen beobachte, lässt sich gut zusammenfassen:
- Enorme Leistungsdichte: Das Niveau zieht über das gesamte Teilnehmerfeld hinweg massiv an.
- Perfekte Organisation: Die Veranstaltungen werden professioneller, durchgestylter und sicherer.
- Fokus auf Image & Gear: Die richtige Ausrüstung, die perfekte Optik und das persönliche Image rücken immer stärker in den Mittelpunkt.
Versteht mich nicht falsch: Das sind per se keine schlechten Punkte. Aber schleichend entsteht bei mir immer mehr das Gefühl einer fortschreitenden „Triathlonisierung“ des Trailrunnings. Der Fokus verschiebt sich gefühlt ein Stück weg vom puren, unbeschwerten Naturerlebnis hin zu einem hochgradig optimierten Lifestylesport.
Und jetzt seid ihr dran! 👇
Wie nehmt ihr die aktuelle Entwicklung in der Trail-Szene wahr? Spürt ihr diesen Wandel auch oder genießt ihr einfach die neue Professionalität und das stylische Gear? Vermisst ihr manchmal die alte Hemdsärmeligkeit?
Schreibt mir eure Gedanken unbedingt in die Kommentare – ich bin sehr gespannt auf eure Perspektiven! 💬👇

