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Staza sedam slapova – die 7 Wasserfälle

Vorwort

  • Donnerstag, 5. Oktober 2023
  • 15,5 km + 420 HM
  • 5 h 45 min
  • Rundweg

Der Tourcharakter

Es ist wahrscheinlich die bekannteste Wanderung in Istrien und in zahlreichen Wanderführern oder auf Internetauftritten zum Thema Wandern in Istrien verzeichnet – zu recht. Meist wird sie mit der Kategorie schwarz gekennzeichnet, weil sie im ersten Teil (in der von uns gewählten Richtung) im Aufstieg manchmal ganz leicht ausgesetzt ist und über einen längeren Abschnitt am Stahlseil und kurzzeitig sogar über Eisenstufen nach oben führt. Es ist definitiv eine Wanderung und kein Klettersteig, Bergwanderung oder ähnliches, aber in diesem Abschnitt von der wilderen Sorte – das liebe ich an dieser Tour so. Die zweite Hälfte führte uns größtenteils über Wald- und Steinwege. Zu beachten ist nur, dass die Wasserfälle zeitweise trocken fallen – was der Landschaft aber keinen Abbruch tut. Die gesamte Strecke ist markiert und die Wasserfälle sogar mit Tafeln versehen, aber wie ich es in Istrien schon oft erlebt habe, sind die Markierungen oft spärlich und die Navigation ohne technische Hilfsmittel nicht ohne Herausforderung.

Los geht´s

Die Parenzana ist erkundet und zwei Tage voller Sightseeing liegen hinter uns – meinen Eltern und mir. Und nun? Bewegung muss her! Seit einigen Jahren spekuliere ich schon auf diese Tour und konnte sie aus verschiedensten Gründen doch nie umsetzen. Nun also! Die Gehzeit wird mit 4 Stunden angegeben, aber ich rechne mit über 5 Stunden, weil ich fotografieren möchte und vermute, dass meine Eltern die „Schlüsselstelle“ nicht im Sturm nehmen werden.
Am Stadtrand von Buzet starten wir und folgen auf breiten, geschotterten Wegen für 2 km der Mirna. Bei diesem Sonnenschein ist es ein gemütliches Unterfangen, während die Mirna zum Teil Kanal artig eingefasst wurde.

Die Mirna in der Landschaft oberhalb Buzets
Die Mirna mit niedrigem Pegelstand

Von dort geht es rein in den Wald und sofort auf schmalere, wurzeligere Wege, die einen immer mehr entdecken lassen. Kleine herausfordernde Abstiege zu Gumpen, Stichwege und Pfade am Hang wechseln sich ab und bereiten einen auf den wildesten Teil der Tour vor.

Staustufe der Mirna
Trockengefallene Staustufe der Mirna
Die Eltern auf der Hängebrücke
Die Hängebrücke ist im gutem Zustand
Steinige Landschaft
Die Landschaft hat etwas wildes
Trockengefallener Wasserfall
Der erste Wasserfall – trocken
Steinige Pfade
Trittsicherheit ist von Vorteil
Fluss mit Niedrigwasser
Die Mirna mit Niedrigwasser
Wegmarkierung mit Smiley
Nicht immer ist die Markierung so gut
Steinstufen steil aufwärts
Abgeschliffene Naturstufen

Ab da wird es dann schlagartig richtig interessant: Hohe Tritte, Steinplatten, Drahtseile (die nicht immer vertrauenserweckend aussehen), bis hin zu Eisentritten im Fels – kurzum, eine kleine Abenteuerwanderung, die so nicht zu erwarten gewesen ist. Ich liebe es
Es ist einfach ein ganzes Stück von der Art der Wanderungen in meiner fränkischen Heimat entfernt und das ist gut so, aber bei der Gehzeit sollte man die Fertigkeiten der Mitstreiter unbedingt beachten.

Geländer nicht nutzbar
Eigenverantwortung wird großgeschrieben
Trüber Tümpel
Fast alle Wasserfälle sind trocken
Eistenstufen die Felswand hinauf
Eisenstufen warten
Markierung am Fels
Typische Wandermarkierung – hier gut sichtbar

Irgendwann hört der Anstieg aus dem Tal heraus auf und wir erreichen eine Hochfläche, die im Sonnenlicht badet und uns auf breiteren Wegen durch die Landschaft führt. Wir überqueren die Napoleon Brücke, eine einfache, sehr alte Steinbrücke, sehen kleine Kapellen, tauchen ein in lichte Wälder, verlassen sie wieder, finden einen ausgetrockneten Wasserfall nach dem anderen, legen Stichwege zurück, entdecken Ruinen und laufen an der Mirna entlang Richtung Zielpunkt. Erst gegen Ende der Wanderung begegnen uns eine Handvoll Menschen, ansonsten haben wir Ruhe und Einsamkeit gefunden.

Blick auf Trockenrasen
Trockenvegetation so weit das Auge reicht
Zugewachsenes ehemaliges Haus
Aufgegebene Gebäude
Istrisches Steinhaus
Typisch istrische Bauweise
Trockener Wasserfall
Das wäre eine Wasserfall…
Mit Wiesen und Bäumen durchsetzte Landschaft
Menschenleere Landstriche…
Napoleon Brücke aus Steinen
Napoleon-Brücke
Blühende Pflanzen
Oktober – und es blüht
Trockener Flusslauf
Niedrigwasser
Becken des Wasserfalls
…damit fällt das Schwimmen derzeit aus
Gepflegte Marienschrein
…und dann doch wieder Kapellen
Kleine Kapelle aus Stein
Zahlreiche Kapellen auf dieser Wanderung – und sie sind aufgegeben

Ein wunderbarer Tag in dieser faszinierenden Landschaft geht zu Ende. Istrien ist eine sehr alte Kulturlandschaft, aber durch die starke Landflucht und dem Wandel in der Landwirtschaft an unglaublich vielen Ecken auch wieder einsamer und unberührter geworden. Ich liebe dieses Fleckchen Erde.

Euer Thorsten

Istrische Landschaft

STRAVA

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