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Anton-Leidinger-Weg – Matsch, Regen und Zeit mit guten Freunden

Ein Wiesel
saß auf einem Kiesel
inmitten Bachgeriesel.

Wißt ihr,
weshalb

Das Mondkalb
verriet es mir
im stillen:

Das raffinier-
te Tier
tat’s um des Reimes willen.

— Christian Morgenstern, „Das ästhetische Wiesel“

Auf einen Blick
DatumSamstag, 7. Dezember 2024
Strecke73,4 km
Höhenmeter+1300 HM
Dauer11 Std. 6 Min.
BegleitungHansi & Andy
Zielweg / CharakterAnton-Leidinger-Weg (Amberg nach Nürnberg / Tiergarten), Dauerregen & tiefer Matsch

Der Anton-Leidinger-Weg

Wenn mir noch einer erklärt, dass es in Franken zu trocken ist… (Ja, ich habe den Zwei immer wieder vom trockenen Frankenland, dem Wasserüberschuss im Süden Bayerns usw. erzählt)
Matsch, Regen, Pfützen, Matsch und habe ich schon Matsch erwähnt? Bodenkontakt inklusive.
Es war ein Sauwetter erster Klasse am Samstag. Laufen war öfters nicht ernsthaft möglich. Wasserdichte Handschuhe wären hilfreich gewesen, um angeschwollene Klumpen zu vermeiden… (Schön waren die Hände danach nicht – und das mindestens zwei Tage lang)
Was war der Plan? Die Sammlung an Wanderwegen des Fränkischen Albvereins sollte erweitert werden – aber nicht alleine (wofür hat man Leidensgenossen).

Infobox: Historie – Wer war Anton Leidinger?

Ehrenamt & Wegepflege: Anton Leidinger war ein langjähriges Vorstandsmitglied und Hauptwegemeister des Fränkischen Albvereins (FAV). Unter seiner Ägide wurden unzählige Wandertrassen im mittelfränkischen und oberpfälzischen Raum kartografiert, markiert und instand gehalten.
Traditionsreich verankert: Der Fränkische Albverein benannte die 73 Kilometer lange Hauptwanderstrecke von Amberg über die Mittelfränkische Alb nach Nürnberg zu seinen Ehren – eine Tradition der Wertschätzung für verdiente Pioniere der Heimat- und Wanderkultur.

Es ging mit zwei ganz lieben Menschen über 73 km auf dem Anton-Leidinger-Weg als Läufer von Amberg zum Tiergarten in Nürnberg. Benannt nach dem ehemaligen Vorstandsmitglied und Hauptwegemeister des Fränkischen Albvereins – ein sehr feiner Zug, die verdienten Mitglieder so in Erinnerung zu behalten. Es ging Hügelchen rauf und wieder runter und das ganze nochmal, bis wir wieder unter Menschen standen. Der einzige ernsthafte Berg war der Nürnberger Hausberg: Der Moritzberg (in der Dunkelheit, nass und durchgefroren dort vorbeizukommen, das Licht zu sehen, die Stimmen zu hören, ans Essen und Trinken zu denken – und dann weiterzulaufen, weil wir den Kreislauf anschließend nicht wieder hochfahren hätten können, war sehr hart) Die Markierung war gut und nur in der Dunkelheit im Wald manchmal schwer zu finden. Die Strecke war kurzweilig und über weite Strecken ohne Kontakt zu Orten, Einkaufsmöglichkeiten (eine in Alfeld nach gut 30 km haben wir genutzt – ich liebe es, wenn sie uns in diesen Orten anschauen, als ob wir Außerirdische wären) oder anderen Menschen. Zeit für Ruhe und Entspannung.
Es war trotz allen Umständen eine wunderbare Zeit in der Gemeinschaft, die ich nicht missen möchte.

Euer Thorsten

📌 FAV-Wanderwege: Dieser Beitrag ist Teil des Projekts FAV-Wanderwege erleben. Eine Gesamtübersicht aller bereits absolvierten Wegenetze, Etappen, interaktiven Karten und GPX-Tracks findest du auf folgender Seite: ☛ FAV-Wanderwege erleben

📌 Morgenspaziergang: Dieser Beitrag ist Teil der vielfältigen Aktivitäten rund um den Morgenspaziergang. Eine Gesamtübersicht aller unserer Ausflüge und Touren findest du hier: ☛ Morgenspaziergang

Thorsten vor einem strahlenden Weihnachtsbaum in der Dunkelheit
Adventszeit – ich liebe sie

STRAVA

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