Vorwort
- Sonntag, 14. August 2022
- 10 km
- Mittelfränkische Meisterschaft
- 46 min 9 sec
„Erfolg hat drei Buchstaben: Tun“
Johann Wolfgang von Goethe
Gefühlt liegt es in einem früheren Leben: jene Phase, in der ich richtig schnelle Zeiten über die 10-Kilometer-Distanz auf den Asphalt zauberte. Doch dann schlug die Corona-Zeit wie eine Bombe ein, die Motivation für die extrem harten, schnellen Intervalleinheiten schwand und Wettkämpfe auf den kurzen Distanzen fanden schlichtweg nicht statt. Erst im Frühjahr stand ich in Amberg wieder an einer 10-km-Startlinie – der erste Zehner seit 2019 (und ebenfalls in Roth😉)! Mit einer Zeit von knapp unter 45 Minuten wurden meine damaligen Erwartungen zwar erfüllt, aber der Tempoverlust der letzten Jahre wurde mir schwarz auf weiß vor Augen geführt.
In den letzten Monaten entwickelte sich mein Training jedoch wieder spürbar positiv, und auch mein Jobwechsel brachte einen ordentlichen Schub an neuer Motivation mit sich. Unter normalen Umständen hätte ich mir für den 20. Rother Kirchweihlauf – der dieses Jahr zugleich als Mittelfränkische Meisterschaft ausgetragen wurde – eine niedrige 44er-Zeit zugetraut. Ein gelungener Testlauf über knapp 13 Kilometer in einer 4:35er-Pace nährte diese Hoffnung durchaus.
Hitze, Husten und Taktik auf fünf Runden
Die Rahmenbedingungen am Rennsonntag machten dieser Zielsetzung allerdings einen Strich durch die Rechnung: Sommerliche Temperaturen knapp unter der 30-Grad-Marke und ein fieser Husten in den Tagen vor dem Start dämpften die Erwartungen gewaltig. Im Vorfeld grübelte ich hin und her, ob 46 oder 47 Minuten unter diesen Umständen realistisch sein könnten, und entschied mich optimistisch für die schnellere Variante.
Der Rundkurs erstreckte sich über insgesamt fünf Runden. Bereits an der Startlinie traf ich auf viele bekannte Gesichter aus der regionalen Laufszene – einige davon hatte ich hier gar nicht erwartet, was die Vorfreude gewaltig steigerte!
Die ersten zwei Runden liefen flüssig, kontrolliert und sogar einen Ticken schneller als geplant. Ab Runde drei meldete sich der Körper jedoch deutlich: Um die Zeit aus dem Frühjahr zu knacken, hätte ich mich jetzt bedingungslos quälen und über meine gesundheitlichen Grenzen gehen müssen. Ich entschied mich dagegen. Stattdessen hielt ich stur an meinem Plan fest, peilte die 46 Minuten an und lief das Rennen mit gleichmäßiger Belastung zu Ende – wissend, dass ich dafür etwas Tempo rausnehmen musste.
Fazit: Gelungener Laufsonntag in Roth
Am Ende blieb die Uhr bei 46:09 Minuten stehen. Dass ich nicht zu 100 % fit an den Start gehen konnte, ist zwar schade, tat der Stimmung aber keinen Abbruch. Die Veranstaltung war gewohnt hervorragend organisiert, das Rennen hat riesigen Spaß gemacht und die vielen Gespräche mit alten Lauffreunden vor und nach dem Start waren unbezahlbar.
Alles in allem ein rundum gelungener Sonntag auf den Straßen von Roth!
Euer Thorsten

