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5. Pommel2K – die Guerilla-Edition

  • Samstag, 30. Mai 2019
  • 45 km und 2200 HM
  • 7 h 21 min

Corona zwingt alle Laufveranstaltungen in die Knie. Alle? Nein – mit etwas Kreativität sollte es doch möglich sein, ein gemeinsames Erlebnis zu schaffen. So durften wir gestern im Abstand von 15 Minuten mit maximal 5 Personen pro Startzeit auf die Strecke. Die Laufzeit wird anschließend per GPX Track nachgewiesen, Verpflegungsposten gibt es nicht und jeder läuft im Grunde für sich alleine – und irgendwie doch nicht.
Zu viert ging es in der zweiten Startgruppe um 7:45 auf die Doppel-8. Die drei Mitstreiter legten einen Frühstart hin und ich lief ganz gemütlich alleine los – in der Hoffnung vom Laufkollegen Sebastian bald eingeholt zu werden. Warum sollte ich mich auch stressen? DIe Morgensonne war herrlich, die Vögel sangen um die Wette und die Strecke ist nicht ohne. Also lieber mit Genuss und Ruhe unterwegs sein!

Rauf zum Zankelstein – Runde 1

Fotografierend, in den Anstiegen ohne Druck gehend, arbeitete ich mich in der erste Runde vorwärts und traff nach ca. 80min wieder am Parkplatz ein. Zu meiner freudigen Überraschung stolperte ich praktisch über Nici und sprach noch ein paar Worte mit ihr, bis Sebastian mich schon eingeholt hatte. Nun konnten wir als Duo die nächsten 3 Runden angehen – und viel quatschen!

Beim Zankelstein

Die Südrunde im ersten Durchgang ging noch sehr geschmeidig und nun mit mehr Tempo als bisher, aber immer noch ohne Wettkampfgefühl. Die Anzahl an Wanderer steigt nun langsam an und die Aussichtspunkte füllen sich – Kontaktbeschränkungen sind anscheinend nicht mehr in Mode. Haben wir uns mit der Lauferei nicht aber genauso benommen? Ich finde nicht, weil ich bisher vermieden habe anderen Menschen zu nahe zu kommen und nur mit einer Person durch den Wald trabe – kann man aber auch anders sehen.

Nach Runde 2 liefen wir zum ersten Boxenstop am Parkplatz ein. Ein halbes alkoholfreies Bier und eine handvoll Nüsse dienen als Unterstützung für die zweite 8. Nach rund 5 Minuten Aufenthalt ging es wieder los und hoch zur Ruine von Pommelsbrunn.

Wunderschöner Aufstieg oberhalb des Naturfreundehauses

Nun bin ich langsam froh, dass die Strecke bisher ohne großen Druck gelaufen wurde. Sebastian verspürt auch keinen Wunsch, einen Wettkampf daraus zu machen und so gehen wir nun jeden Anstieg in Ruhe und genießen einfach die Zeit draußen in der Natur. Zu schön ist es hier in der Hersbrucker Schweiz, als nun den Tag mit Ehrgeiz zu ruinieren. Nur die langsam sich zu ziehenden Wolken schmälern jetzt den Moment ein klein wenig. Die Schleife verfliegt trotz aller Müdigkeit noch wie im Flug und ehe wir uns versehen, stehen wir wieder beim Zankelstein. Nun aber einmal rauf und den Ausblick genießen.

Der Zankelstein ruft
Eigentlich ein fast perfektes Wetter

Am Parkplatz noch einmal ein alkoholfreies Weizen zur Stärkung und dann geht es in den zum Teil sehr steilen und vor allem sehr langen Aufstieg in die letzte Runde. Nun spazieren wir mehr, unterhalten uns mit einem entgegen kommenden Läufer, weichen etlichen Wanderern und Mountainbikern aus und spüren die deutlich vorhandene Erschöpfung. So laufen wir abwärts und im Flachen noch, kommen aber nur langsam in den sanft ansteigenden Passagen vorwärts. Dafür kreisen nun die Gespräche um die unterschiedlichsten Themen. Den letzten Downhill nach Pommelsbrunn zurück lassen wir auch konsequent gemütlich ausrollen und eilen nicht im Sauseschritt zurück.
Von allen Pommel2K Austragungen war dies die entspannteste gewesen – allerdings hat sie trotzdem an mir gezerrt. Es bleibt ein anspruchsvoller Kurzultra und kein Sonntagsspaziergang.
Vielen Dank Gerhard fürs möglich machen!

Euer Thorsten

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